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Test: Superleicht Expressen Camp Nano23

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Camp 23

Camp Nano 23

Alles wird immer leichter und kleiner. So zumindest scheint der Trend beim Equipment für Bergsport zu sein. Als ich das erste Mal von den neuen ultraleichten Expressen der Firma Camp erfahren hab konnte ich das Gewicht nicht glauben, 53 Gramm soll die ganze Expresse wiegen?! Nun da kommen beim ein oder anderen natürlich Zweifel auf. Der Test wird euch zeigen wo gespart wurde und ob die Expressen trotz des leichten Eigengewichts zu empfehlen sind.

Erster Eindruck

Bei solch einem Gewicht muss dementsprechend gespart werden. Camp hat mit den Nano 23 die leichtesten Express Sets am Markt. Nano 23 kommt vom Gewicht des einzelnen Karabiners. Beim ersten auspacken und anfassen merkt man schon das die Handhabung von einer “normalen” Expresse kaum zu erreichen sein wird. Der Karabiner ist klein. Die Expresse ist wirklich federleicht und liegt relativ gut in der Hand. Ist man das Gewicht einer Mammut Bionic (die ich normalerweise nutze) gewohnt fehlt da schon noch mal einiges an Masse. Das einzige was den ersten Eindruck ein wenig getrübt hat, waren die wirklich unsauber geschnittenen Dyneema Schlinge.

Handling

Nano 23 Handling

Nano 23 Handling

Am Fels kann die Expresse leider nicht so ganz überzeugen. Das Gewicht am Gurt ist wirklich herrlich. Die Drahtschnapper sind stramm, schließen satt. Das clippen gestaltet sich eher dürftig als flüssig. Zumindest bis man sich an die größe des Karabiners gewöhnt hat. Anfangs eher ein Gefummel kann man nach kurzer Zeit die kleinen Karabiner ebenso sauber in die Hacken ein hängen wie die Standardgrößen. Mit großen Händen bleibt es aber durchaus unhandlich.

Das gleiche Bild bot sich zunächst beim clippen des Seils in die Zwischensicherung. Bedingt durch Bauart und Größe haben wir nur eine Schnapperöffnung von 20mm. Der Seilkarabiner ist zwar mit einem Gummiring fixiert, aber wie oben schon erwähnt spielt auch hier die Größe eine Rolle. Die Gewohnheit der größeren Öffnungen und teilweise leichteren Schnappern trübten bei mir erst den Gesamteindruck. Aber genau wie beim clippen des Hackens wurde das clippen des Seils routinierter nachdem man mit der Größe zurechtkam.

Material & Verarbeitung

Camp Nano Schlinge

Camp Nano Schlinge

Die Karabiner kommen in zwei Farben daher um Verwechslungen auszuschließen. Der Wandseitige glänzt in einem satten orange und der seilseitige ist silber. Seiseitig wird der Karabiner an der 8mm Dyneema Schlinge mit einem Gummiring fixiert, was das Wegrutschen effizient verhindert. Die Schlinge selbst ist 10cm lang. Die Verarbeitung der Karabiner ist tadellos, keine Kanten oder scharfe Ecken die dem Seil oder der Schlinge gefährlich werden könnten. Jedoch gefielen mir die oben erwähnten Schnittkanten der Schlingen überhaupt nicht. Kantig und spitz nicht sauber! Sowas darf auch bei Leichtgewichts Equipment nicht passieren.

Spezifikationen

• Gewicht: 53g
• Schnapperöffnung: 20mm
• Schnappertyp: Wire
• Bruchlasten(offen/längs/quer): 7kN/20kN/7kN • Schlingenlänge: 10cm • Preis: ca. 24 Euro

Fazit:

Camp hat mit dem Nano 23 Express Set ein extrem leichtes Set am Markt das seinen Zweck erfüllt. Es ist aufs nötigste reduziert was es meiner Meinung nach ideal für Bigwalls oder Hochtouren macht. Wo man eben sowieso schon Massen an Equipment mitschleppen muss. Aber auch für jeden Gewichtsfanatiker dem es nicht leicht genug sein kann perfekt. An das Handling gewöhnt man sich in kürzester Zeit. Die schlechte Verarbeitung der Schlingen bei einem Preis von knapp 24 Euro pro Expresse hätte in meinen Augen besser sein müssen.

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