Test: Ocun Paddy Moonwalk
Pünktlich zum Besuch im Zillertal, kam mein neues Crashpad mit der Post. Warum ich mich für das Paddy Moonwalk von Ocun entschieden hab und ob ich damit zufrieden bin könnt ihr im folgenden Test erfahren.
Erster Eindruck
Nun es ist eben ein Crashpad ;), was zuerst ins Auge sticht sind die Metallschnallen die das ganze zum Transport zusammenhalten. Ein grosser Ocun Schriftzug an der Seite und die Tatsache das es doch noch recht kompakt ist fallen beim auspacken zuerst auf. Nach dem aufklappen erscheint das giftgrüne Innere, in dem sich am einen Ende in einer extra “Tasche” gut verstaut der Fussabstreifer befindet. Die Reissverschlüsse sind einwandfrei, gross und leichtgängig. Einzig die Plastikhacken an den Rucksackträgern fand ich dann doch schade, diese hätten ebenso aus Metall sein können.
Innere Werte und Besonderheiten
Das Moonwalk ist im Transportzustand (also zusammengefalltet) etwa 100cm auf 66cm gross und circa zwanzig Zentimeter dick. Was doch recht kompakt ist. Das ganze bringt dann knapp 5,5 Kg auf die Waage, also eigentlich kein Thema. Ocun setzt beim Moonwalk auf eine zwei Lagen Dämpfung von zehn Zentimetern Stärke. Die erste Lage besteht aus geschlossenzelligem Schaumstoff der recht hart ist, die zweite Lage aus offenzelligem der etwas weicher ist.
Die Hülle wurde aus Cordura genäht, was Langlebigkeit verspricht. Die Unterseite wurde mit einer schmutz- und wasserabweisenden Schicht aus Tarpaulin versiegelt.
Transportiert wird das Paddy Moonwalk am besten auf dem Rücken. Durch die integrierten Rucksackriemen, kein Problem. Das man natürlich kein Tragesystem eines hochwertigen Tourenrucksacks erwarten darf dürfte klar sein. Dennoch sitzt das Pad gut auf den Schultern. Zum lüpfen oder nachziehn hat Ocun noch Tragegriffe angebracht, die es wie ein Koffer transportieren lassen.
Ocun bietet bei einigen seiner Crashpads die Möglichkeit es quer und längs zu öffnen. In Zahlen bedeutet das eine Fläche von 132 x 100 x 10 cm oder 66 x 200 x 10 cm. Zweiteres ermöglicht es auch das Pad als Matraze oder Isomatte zu nutzen. Die Knickkante ist gerade, also nicht abgewinkelt wie es zB. bei Metolius Crashpads der Fall ist.
Verarbeitung
Das Pad macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Nähte sind sauber und an beanspruchten Stellen wie Verschlusssystem und Kanten mehrfach vernäht. Die Metallschnallen sind leicht zu lössen und ebenso einfach einzuhacken. Einmal fest gezurrt, halten sie bombenfest. Die Reißverschlüsse zum “umbauen” des Pads sind gerade und sauber angebracht.
Die Reißverschluesse des Aussenbezugs sind rundum doppelt genäht und bieten an den Endpunkten eine Gummigarage zum unterschieben des Verschlusses (an den man so gut wie nicht ran muss). Auch die Aussenhaut ist sehr robust. Der scharfe Granit im Ginzlingwald konnte dem Cordura nichts anhaben. Keine Risse oder geplatzte Nähte.
Die Trage- und Rucksackriemen sind ebenso ordentlich. Nur die Plastikhacken trüben ein wenig die top Verarbeitung des Pads. Bis jetzt hielten die Hacken, jedoch nur weil man wohl mehr darauf achtet. Alles in allem gute Arbeit.
Praxis und Fazit
Das Pad soll in erster Linie hohe Stürze dämpfen und schlechtes Absprunggelände ausgleichen. In diesen Disziplinen hat Ocun tolle Arbeit geleistet. Das Moonwalk dämpft prima. Bei ersten “Probeflügen” dachte ich erst das es sich doch recht hart anfühlt, aber wenn man mal ordentlich abfliegt ist es einwandfrei.
Durch die flexible Möglichkeit das Pad längs und quer zu öffnen, kann man einiges abdecken was so an möglichem und unmöglichem Gelände kommen mag.
Gut gefallen hat uns auch der gut verstaute Schuhabstreifer. Die Reißverschlüsse laufen alle gut. Kein hackeln oder klemmen. Soweit keine Probleme. Einzig die Ecknähte der Reißverschlüsse wären vielleicht als Problem zu vermerken, da wie oben schon erwähnt, je nach Öffnungsrichtung gut Spannung aufkommt.
Das Pad eignet sich auch für grosse Menschen zum schlafen (danke Dierk ;-) )
Alles in allem ein tolles rundum sorglos Packet. Einzig üer Highballs würde ich entweder zwei davon benutzen oder ein dickeres wie zB. das Ocun – Paddy Dominator – Crashpad.
Die Boulderholics haben das Moonwalk auch mal richtig durch die Mangel genommen. Ihren Test und Bilder findet Ihr hier










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