Test: Klemmkeile DMM Wallnuts
Die Kraft schwindet, der rettende Riss ist in kürze erreichbar, da braucht man Equpiment auf das man sich verlassen kann. In diesem Fall Klemmkeile die richtig sitzen. Ich habe heute mal die Gelegenheit am Fleckenstein genutzt um die Wallnuts von DMM ausgiebig zu testen. Es gibt ja bei Friends und Keilen keine wirklich richtige Normen an die sich die Hersteller halten müssen. Die Formen sind über verschiedene Hersteller recht ähnlich und jeder verspricht best möglichen Halt am Fels, diese sind aber nicht genormt. Die Farbgebung, welche meist die Größe des Keils angibt, wählt jeder Hersteller ebenso nach eigenem ermessen.
Für mich Grund genug, mal eines der hochwertigsten Klemmkeilsets vorzustellen, was ich bisher in der Hand hatte.
Erster Eindruck
Im Gegensatz zu anderen Herstellern fällt mir bei den DMM Klemmkeilen sofort die Form auf. Sie ist zwar wie bei allen leicht bananenförmig, hat aber Kerben an beiden “Backen”. Ebenso fällt einem die “Nase” am oberen Teil der langen Seite auf. Ich vermute das die Kerben eine bessere “Anpassung” an den Fels bewirken soll, der Praxistest wird es zeigen.
Die Farbgebung ist dezent, ähnlich wie bei Black Diamond, aber gut zu unterscheiden. Die Größe lässt sich nicht nur durch die Farbe erkennen, DMM hat ebenso wie WildCountry die Größenangaben auch auf die Kabelpressungen gedruckt. Man hat hier auch mitgedacht und die Zahlen auf den Kopf gestellt um das Ablesen von oben zu ermöglichen.
Zu guter Letzt viel mir auf, das der verwendete Draht steifer ist wie der von Black Diamond. Ob das von Vorteil ist wird sich auch hier zeigen.
Handling
Wie oben schon erwähnt sind die Kabel etwas steifer als die der Mitbewerber, was sich für mich zuerst etwas ungewohnt anfühlte, stellte sich schnell als kleines aber feines Feature heraus. Hat man etwas Übung mit dem “störrischen” Keil klappt das setzen irgendwie sicherer, schneller. Die Kerben die auf den Hauptbacken zu finden sind hatten für mich keinen gefühlten nennenswerten Vorteil. Zumindest nicht in den Rissen des Fleckenstein. Die Größenangaben sind von oben einfach zu erkennen und bieten neben den Farben eine einfache Möglichkeit den passenden Keil zu wählen.
Konstruktion
Die DMM Klemmkeile der Größen 1-6 sind heiß geschmiedet was Festigkeit und Gewicht optimiert. Die Größen 7-11 hingegen werden aus gepressten Stangen Hergestellt, was deutlich Gewicht spart. DMM deckt mit den Wallnuts einen Bereich von 4-37 Millimeter ab, was für die meisten Situationen reicht, alles darüber wird meist sowieso mit aktiven Sicherungsgeräten(Friends) abgedeckt.
Betrachtet man das Gewicht gehören die Wallnuts zu den leichtesten. Größe 11 wird von DMM selbst mit 68g angegeben, nachgewogen habe ich mit 63g wobei ich keine geeichte Waage sondern nur die gemeine Küchenwaage zur Hand hatte. Verglichen mit den Stoppern von Black Diamond fallen die Wallnuts zwar geringfügig schwerer aus, haben aber im Gegensatz auch die höheren Bruchlasten.Wo bei BD schon bei 10kN Schluß ist, legt DMM nochmal 2 kN obendrauf.
Verarbeitung
Was bleibt mir da zu sagen? Nach einem Tag Südpfalz machen sich die Keile sehr gut. Man findet keine scharfen Kanten, die Drahtlöcher sind alle gesenkt, also keine Kanten an denen der Draht punktuellen Druck abbekommen kann. Die Drahtpressungen sind vorbildlich mit Schrumpfschlauch abgedichtet. DMM wird also seinem Ruf gerecht was Qualität und Verarbeitung angeht.
Ausführungen & Preise
DMM bietet die Wallnuts einzeln oder in Sets an.
Das Set 1-6 hat ein Gesammtgewicht von nur 174 Gramm. Das Set 7-11 hängt mit 259 Gramm am Klettergurt. Beide kosten jeweils knapp 55,- Euro
Die Einzelpreise liegen zwischen ~10,- und ~12,- Euro. Durchaus nicht die günstigsten Klemmkeile am Markt, aber mit Hinsicht auf die Qualität und den Werten die einem geboten werden durchaus gerechtfertigt.
– Die “in Aktion Bilder” reiche ich noch nach, sind noch beim entwickeln –










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