Black Diamond Ozone im Test
Vor kurzem habe ich mir mal wieder einen neuen Klettergurt zugelegt. Nicht aus dem gleichen Grund wie damals. Nein diesmal war es mehr die Neugier auf neue Technologie.
Meine Wahl viel auf den neuen Leichtgewichtsgurt Ozone von Black Diamond. Den es auch als Frauenmodell gibt und dann auf den Namen Aura hört. Der Name lässt schonmal einen Hauch von “Nichts” erahnen.
Technologie & Sicherheit
Black Diamond verwendet bei dem Ozone erstmals eine neue Technik, die das dicke Polster zur Druckstellenvermeidung der kommenden Gurte auf ein Minimum reduzieren kann, zumindest dort wo man auf Gewicht und Packmaß achtet.
Die Neue Technologie nennt sich Kinetic Core Construction. Bei dieser Technik werden Fasern aus Flüssigkristallpolymer (LCP) gleichmäßig entlang der horizontalen Achse im Kern des Hüftgurts verteilt und bilden die lasttragende Komponente. Sie werden zwischen zwei Schichten leichten Tafts laminiert und ausgehärtet. Die Konstruktion ermöglicht eine Lastverteilung auf die gesamte Struktur des Klettergurts, so dass eine dicke Polsterung nicht mehr nötigt ist. Lediglich ein leichtes Nylon-Gewebe als Obermaterial und ein luftdurchlässiges Mesh-Innenfutter dienen als Hülle der Konstruktion.
Da alle in Europa verkauften Klettergurte der Norm EN 12277 entsprechen müssen, gehe ich darauf nicht näher ein.
Verarbeitung
Bei meinem Modell fand ich keine Mängel. Alle Nähte (wenn auch wenige) waren sauber vernäht und ordentlich. Die zwei vorgeformten Materialschlaufen waren beide ordentlich angebracht. Alles in allem gewohnte Black Diamond Qualität.
Anpassbarkeit & Größen
Den Ozone gibt es in den Größen S, M, L, XL. Die Größen decken einen Bauchumfang von 69cm bis 99cm und einen Beinumfang von 48cm bis 69cm ab. Ich selbst habe die Größe M wobei der schon sehr weit zugezogen ist. Ich würde sagen das die Größe S auch passen würde. Black Diamond hat zwischen allen Größen ordentlich Puffer nach oben und unten gedacht. Letztendlich kommt es dann doch um den Beinumfang an (da nicht verstellbar).
Die Beinschlaufen sind aber elastisch, mit einem nicht zu starken Gummi ausgestattet. Die richtige Größe vorausgesetzt drücken die Schlaufen nicht, sitzen aber stramm.
Extras & Ausstattung
Der Gurt ist wie oben schon erwähnt ein Leichtgewichtsgurt. Sein Gewicht beträgt bei Größe M gerademal 320 Gramm. Dieses geringe Gewicht ist natürlich nicht nur auf die Kinetic Core Technologie und die dadurch fehlenden Polsterungen zurückzuführen. Black Diamond hat dem Gurt auch nur zwei Materialschlaufen spendiert, was aber für den Einsatzzweck, also Hallen- und Sportklettern durchaus genügend ist. Ebenso fehlen Schnallen zum verstellen der Beinschlaufen.
Sehr interessant ist auch dir Form des Hüftgurtes. Bei Black Diamond nennt man es Bullhorn. Ich würde das ganze aber ergonomisch nennen. Er passt sich durch die Form wirklich genau in die Hüft ein und das breite Rückenstück absorbiert die Kräfte bei einem Sturz.
Eckdaten
Material: atmungsaktiver Taft
Verschluß: Schnellverschluß Schnalle
Gewicht: 320 Gramm (bei Größe M)
Materialschlaufen: Zwei
Größen: S,M,L,XL
Farben: Burnt Orange (Herrenmodell), Lemon Yellow (Frauenmodell Aura)
Extras: Kinetec Core Technolgie, Bullhorn Hüftgurt
Preis: 99,-€
Fazit
Black Diamond hat wirklich einen radikal abgespeckten Klettergurt auf den Markt gebracht. Perfekt für sein Einsatzgebiet dem Sportklettern abgestimmt. Zusammen mit seinem weiblichen Pendant dem Aura hat Black Diamond nicht nur die farbigsten Gurte auf den Markt gebracht, sondern bietet auch mit neuester Technik Sicherheit und Komfort. Leider bleibt das knallige Orange nicht lange genug so knallig.
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Hi,
Das wirklich interessante ist doch der Hängecomfort – bzw. Sturzcomfort z.B. im Vergleich zu anderen (Petzl?) Gurten.
gruaß
tjelric
Hi Tjelric,
das erstaunliche ist eigentlich das der Ozone beim stürzen wirklich die Last gut verteilt. Vergleichbar wäre ja eigentlich nur der Sama den ich auch besitze. Da verhalten sich beide ziemlich gleich. Auch das ausbouldern funktioniert bei beiden Modellen ohne Druckstellen.
Wie schon im Test erwähnt, ist die stärke ganz klar Sportklettern bzw. Hallenklettern. Alles andere wie zB. Alpin oder Trad entfällt mangels Materialschlaufen oder Komfort. Interessant fände ich wenn mal jemand den Gurt in einer Mehrseillängentour testen könnte und seine Erfahrungen dazu kommentiert.