Klettergurt Edelrid Loopine – Damenversion des Loopo im Test
Edelrid folgt genau wie andere Hersteller dem Leichtgewichtstrend. Schon 2008 auf der Outdoor in Friedrichshafen wurde der 190 Gramm leichte Männergurt Edelrid Loopo vorgestellt und bestaunt. Nun kommt dieses Jahr das Frauenmodell Edelrid Loopine auf den Markt. Dem gleichen Design folgend und genau so leicht, ist das Grund genug für uns euch den neuen Klettergurt genauer vorzustellen.
Erster Eindruck
Was mir zuerst aufgefallen ist, ist natürlich die mit “pebbles-violett” bezeichnete außergewöhnliche Farbe und das neue Design. Neben den weichen Materialschlaufen fällt der “Verschluss” auf, der wirklich simpel und raffiniert ist und ohne Schnalle auskommt. Dazu kommen wir aber später etwas genauer. Alles in allem macht der erste Eindruck Lust auf mehr.
Verarbeitung
Das Material des Gurtes fühlt sich sehr angenehm an, und reibt nicht auf der Haut. Die Nähte sind gerade und sauber vernäht. Die zwei Materialschlaufen sind nicht vorgeformt, sondern weich und flexibel.
Anpassbarkeit & Größen
Der Edelrid Loopine wird in den Größen XS bis L auf den Markt kommen. Mein Model hat Größe M und sitzt recht eng. Der Aura von Black Diamond in Größe S sitzt ähnlich gut, nur die Beinschlaufen sind beim Loopine ein wenig strammer. Gemessen hatte der Hüftgurt einen Umfang von circa 76-82 Zentimeter und die Beinschlaufen 56-61 Zentimeter.
Dem geringen Gewicht des Klettergurtes muss die Anpassbarkeit weichen. Die Gurtgröße muss sehr genau gewählt werden, da er einfach wegen der fehlenden Schnalle nicht genügend Spielraum gibt wie andere Gurtverschlüsse. Wählt man den Gurt zu klein, bekommt man den Verschlusshacken nicht geschlossen. Das einbinden durch die zwei zum Verschluss gehörenden Schlaufen ist trotzdem möglich. Nur dient das nicht dem Sturzkomfort und der Sicherheit.
Die richte Größe vorausgesetzt, spürt man den Gurt beim klettern kaum. Beim Stürzen überraschte mich der Gurt dann doch. Trotz der minimalen Polsterung schneiden die Beinschlaufen nicht ein sondern fangen den Stoß gut ab. Langes ausbouldern ist durchaus möglich aber nicht unbedingt die Spitzendisziplin vom Loopine.
Technologie & Sicherheit
Oben habe ich ja mehrfach den neuartigen Verschluss erwähnt. Wie Ihr ja auf den Bildern erkennen könnt, fehlen die “normalen” Schnallen komplett. Der aus Aluminium gefertigte Hacken ist nur zum schliessen des Gurtes da und hat trotz vertrauenswürdigem Aussehen keine tragende Wirkung. Die Sicherheit und der Verschluss an sich erfolgen über das Einbinden ins Seil. Die sonst bekannte Einbindeschlaufe wird hier in das Verschlusssystem integriert. Hier ist deshalb besondere Aufmerksamkeit beim Partnercheck gefragt. Bindet man sich versehentlich nur durch eine der zwei Schlaufen ein, hat das einen nicht komplett geschlossenen Gurt zur Folge.
Edelrid nutzt beim Loopo sowie beim Loopine das Triad-System. Durch die neuartige Führung des Einfassbandes liegt der Gurt ergonomisch glatt am Körper an, die Stege zwischen den Beinschlaufen sind flexibel gestaltet. Durch ein eingefasstes Gummiband kann er optimal an den Beinumfang angepasst werden. Die TRIAD-Riegelnaht verteilt die einwirkenden Kräfte gleichmäßig auf die gesamte Fläche der Beinschlaufen. Das Ergebnis ist ein deutlich höherer Trage- und Sitzkomfort.
Wer noch mehr Materialschlaufen benötigt als die zwei von Werk aus fest vernähten, hat die Möglichkeit über das Slide-Rail-System. Mit dem Slide-Rail-System können die Materialschlaufen individuell positioniert oder komplett abgenommen werden (Klettern mit Rucksack, Wettkampfklettern, Alpinrouten). Weiteres Zubehör das mittels des Slide-Rail-System am Gurt befestigt und positioniert werden kann ist ebenfalls erhältlich (Chalk Bag, Eisschraubenclip, etc.).
Eckdaten
Verschluß: Einbindeschlaufen
Gewicht: 190 Gramm (bei Größe M)
Materialschlaufen: Zwei
Größen: XS,S,M,L
Farben: pebbles-violett (Frauenmodell Loopine), pebbles-oasis (Herrenmodell Loopo)
Extras: Rail System, Triad System
Preis: noch nicht bekannt.Erhältlich ab Mitte März im Edelrid Shop der Bergfreunde
Fazit
Edelrid hat mit der Damenversion des Loopo einen weiteren innovativen Gurt im Programm, der nicht nur durch seine Farbe aus der Menge herraus sticht. Mit dem Railsystem, das auch bei anderen Edelrid Gurten Verwendung findet, ist der Gurt sehr gut erweiterbar. Wählt man die richtige Größe bekommt man einen Klettergurt der beim klettern sehr angenehm ist und auch beim stürzen eine akzeptable Performance bietet. Das Verschlusssystem ist anfangs durchaus gewöhnungsbedürftig, was aber nach kurzer Zeit zur Routine wird. Auch das schnelle an- und ausziehen ist ein weiterer Pluspunkt für den Loopine. Einzig die geringe Anpassbarkeit sorgt für ein getrübtes Gesamtbild.
Noch Fragen? Fehlt eine Info? Frag mich in den Kommentaren.
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Super Test! Danke an euch zwei Testprobandinen.
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soso… zwei Testprobandinen….
Die Bilder sehen echt gut aus… wer die wohl gemacht hat?
Ja du hast ja auch mitgetestet und die Fotos gemacht! Danke!
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Der Gurt ist für die Halle bestimmt gar nicht so schlecht. Hatte ich mir auch schon mal überlegt den anzuschaffen. Aber nen Outdoor Gurt hatte erstmal Vorrang.
Bin mal auf den Edelrid Neo gespannt, obwohl mir das Design der Materialschlaufen des Neo gar nicht gefallen…aber hier gehts ja auch um den loopine….dieser verwendet aber noch nicht die "Verschweiß"Technik des Neo?….
Nein, der Loopine verwendet diese Technik nicht. Wobei er dadurch wahrscheinlich noch leichter werden würde.
Der Loopine ist ab sofort bei den Bergfreunden zu haben.
[...] man noch mehr Gewicht sparen möchte, kann man gleich zu einem echten Leichtgewicht, wie dem Edelrid Loopo light mit 150g, oder dem absoluten Light-Gurt von Camp, greifen. Von denen habe ich bei Maxi [...]