Klettern und Bouldern im Zillertal
Dieses Jahr waren wir nun schon zweimal im Zillertal. Letzes Jahr fand hier der Petzl RocTrip statt. Nicht der einzige Grund euch diese Klettergebiet einmal etwas näher vorzustellen. Die Hauptgebiete beschränken sich im grossen und ganzen auf die Nebentäler Zemmgrund und Zillergrund. Wobei sich das Bouldern vermehrt im Zillergrund abspielt und das Sportklettern stärker im Zemmgrund stattfindet. Die “Ewigen Jagdgründe” sind wohl das meist besuchteste und auch bekannteste Klettergebiet im Zillertal. Durch die vielzahl an Routen in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden und Längen findet jeder etwas. Ob Anfänger, Gelegenheitskletterer oder passionierter Sportkletterer. Neben den Unmengen an Routen haben die “Ewigen Jagdgründe” einen Parkplatz nur für Kletterer der sich direkt neben dem Gebiet selbst befindet. Von dort aus trennt einen nur noch die Straße vom Fels.
Die Bergstation und Nasenwand, die man beide von Ginzling aus erreichen kann sind neben den Jagdgründen ebenso grossartige Gebiete. Jedoch mit weitaus mehr Zustiegsarbeit. Anders als die drei Schritte bei den Jagdgründen muss man sich bei der Bergstation je nach Kondition in 20 – 30 Minuten den Berg hochkämpfen. Sobald sich aber die Wahnsinnswand vor einem empor streckt wird man belohnt, das ist sicher. Der Zustieg ist wohl auch der Grund wieso man dort oben meist wenig Kletterer antrifft. Auf dem Weg nach oben durchstreift man das Bouldergebiet “Ginzling Wald”. In mitten eines urigen Waldes findet man einige schöne Boulder, mit mittelmässigem Absprunggelände die stellenweise recht überbewertet waren. Dort findet Ihr auch den fast schon Klassiker von Markus Schwaiger “Incubater“.
Im April war es zwar meist recht schattig um nicht zu sagen kalt aber dadurch ergaben sich, falls trocken, ideale Bedingungen.
Zum Sundergrund konnten wir im April leider nicht, da uns noch Lawinen einen Strich durch die Rechnung machten, den schon die Zufahrtsstraße war komplett gesperrt. Im Juli kamen wir aus Zeitmangel nicht dazu. Nachdem ich aber bei Marc vom Rokblog gelesen hatte was er für einen riesen Spaß in den Alpen und im Zillertal, hatte, fuchst es mich doch das wir nicht dort waren. Aber lest selbst…
UPDATE: Marc hat ein Zillertal Special zum Bouldern online gestellt.
Das Wetter im Zillertal ist oft und schnell wechselnd und man sollte wirklich auf alles gefasst und vorbereitet sein. Aber ob Regen oder superheisser Sommertag im Zillertal es gibt immer irgendwo ein Plätzchen zum bouldern oder Klettern.
Auch wir erwischten Donnerstags einen 36 Grad Tag und machten uns daher mit der Penkenbahn auf den Weg zum Knorren. Ein Klettergebiet das laut Kletterführer Ideal bei heißen Sommertagen sein soll.
Auf ungefähr 2000 Höhenmetern gelegen waren es durchaus 5-10 Grad weniger als im Tal. Vorallem der leichte bis starke Wind kühlte uns gut ab.
Ist man ohne Vierbeiner unterwegs kann man fast bis ganz oben mit dem Sessellift weiterfahren, ansonsten, warten gut 20 Minuten moderater Anstieg über Serpentinen. Das Klettergebiet Knorren ist sehr gut abgesichert, einzig das etwas brüchige Gelände trübt den Kletterspass ein wenig. Bei heissen Tagen auf jeden Fall eine alternative zu schattigen bouldern im Wald.
Die unzähligen Routen und unsere begrenzte Zeit verhinderten das abklappern von weiteren Gebieten. Alles in allem ein grossartiges Gebiet mit einer super Infrastruktur. Unterkünfte findet man zu Hauf, sei es ein Nobelhotel eine Frühstückspension oder der Nahegelegene Campingplatz. Es findet sich eigentlich für jeden Geldbeutel etwas. Kletterfreie Tage verbringt man im Schwimmbad, spielt Minigolf oder wandert ne Runde. In Mayrhofen ist so ziemlich alles vorhanden. Für Regentage gibt es sogar in kurzer Entfernung eine Boulderhalle.
Ihr seht das Zillertal bietet für alle etwas. Jedoch gibt es auch hier Regeln (entnommen aus dem Kletterführer von Markus Schwaiger), die leider Gottes nicht alle beachten. Hierzu zählen neben den selbstverständlichen wie:
- Müll mitnehmen
- kein Lagerfeuer
- Kletterverbote einhalten (auch wenn diese selten sind)
auch welche die “spezieller” sind.
- Weidegatter wieder schliessen
- nicht von den Wegen abkommen
- alles abgezäunte nicht betreten.
Wie ihr seht eigentlich keine unnatürlichen Sachen, leider haben wir häufig genug Müll gesehen wo er nicht hingehört, oder diverse Kletterer denen das Kletterverbot am WigWam egal war.
Alles in allem ist das Zillertal für uns Kletterer eine riesen Bereicherung und sicher einen Besuch wert. Ein paar Spielregeln gibt es Überall und solange wir die einhalten dürfen wir uns auch weiterhin freuen solche tollen Felsen besteigen zu dürfen.
Wir für unseren Teil werden nächstes Jahr definitiv wieder dort sein und unsere Bierchen im Gasthaus Ginzling oder im Scotland Yard Pub zu uns nehmen ;)
War jemand von euch schon dort? wo wart ihr? wie hat es euch gefallen? Wo muss man unbedingt vorbei schauen?
Impressionen:















New blog post: Klettern und Bouldern im Zillertal http://bit.ly/QdnIj
Hi Markus,
schön geschrieben dein Bericht.
Vielleicht hast du ja mitbekommen, dass ich speziell über das Bouldern im Zillertal inzwischen eine Gebietsvorstellung mit Googlemap veröffentlicht habe. Vielleicht magste die Gebietsinfo auch verlinken?
Viele Grüße,
Marc